XXL-Fusion endgültig gestoppt

Keine Fusion der Kreissparkasse Kelheim mit Sparkasse Ingolstadt Eichstätt

Nach zwei intensiven Sitzungen am gestrigen Montag, 22.07.24, ist die Fusion der Kreissparkasse Kelheim mit der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt endgültig gescheitert. Ausschlaggebend war die Entscheidung des Kelheimer Stadtrats. Dieser stimmte mit 15:10 gegen die „Sparkasse Mittelbayern“. Zuvor hatte der Kreistag Kelheim mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss gestimmt.

Mitte Mai hatten sich die Verbandsversammlung der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt mit großer Mehrheit für die Fusion mit der Kreissparkasse Kelheim ausgesprochen.

 

Vorteile der Fusion und Kritikpunkte

Befürworter der Fusion betonten die Vorteile für die Sparkasse, die Kunden und Mitarbeiter. Unter anderem wurden vertragliche Regelungen zum Schutz von Personal und Filialen bis 2027 zugesichert. Kritiker hingegen bemängelten eine ungleiche Vertretung im künftigen Verwaltungsrat und sahen keinen Mehrwert für die Kunden.

 

Zukunftspläne und Herausforderungen

Die geplante „Sparkasse Mittelbayern“ sollte mit einer Bilanzsumme von rund zehn Milliarden Euro entstehen und strategische Aufgabenverteilungen festlegen. Trotz der gescheiterten Fusion bleiben die Sparkassen Ingolstadt Eichstätt und Kelheim eigenständig und müssen weiterhin Herausforderungen wie Bankenregulierung und Marktveränderungen bewältigen.

 

Hintergrund der Entscheidung

Bis zur Entscheidung des Kelheimer Stadtrats hatten bereits die Vorstände, Verwaltungsräte und Verbandsräte der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt und der Kreissparkasse Kelheim sowie die Kreistage in Freising, Pfaffenhofen, Eichstätt und Kelheim und der Stadtrat in Eichstätt zugestimmt. Die Sparkasse Mittelbayern war als strategisches, mittelfristiges Zukunftsprojekt geplant, um den Konzentrationsbewegungen in der Sparkassen- und Bankenlandschaft entgegenzutreten.

 

Ziele der Fusion und Fachkräftemangel

Eine starke Sparkasse im Herzen Bayerns zu schaffen, war ein elementares Ziel. Von einer leistungsfähigeren Sparkasse sollten der örtliche Mittelstand, die Privatkunden, die Träger sowie alle Bürgerinnen und Bürger im Geschäftsgebiet profitieren. Ein weiterer Beweggrund war es, dem demografischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Besonders für junge Kolleginnen und Kollegen sollten sich in einem größeren Haus neue, attraktive Perspektiven eröffnen.

 

Bedauern der Verantwortlichen

Die Vorstände sowie die Verwaltungsratsvorsitzenden der Sparkassen bedauern die Entscheidung des Kelheimer Stadtrats sehr, respektieren jedoch die demokratisch zustande gekommene Entscheidung. Mit dieser endet die Fusionsanbahnung. Sie bedanken sich bei den zahlreichen kommunalen Mandatsträgern, die den Fusionsprozess positiv begleitet haben, und besonders bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den letzten Monaten intensiv und mit viel Engagement für die Fusion gearbeitet haben.

 

Keine „Sparkasse Mittelbayern“ – Kelheimer Stadtrat gegen Zusammenschluss

 

Kreissparkasse Kelheim / MB

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