Die Schülerzahl in der Oberpfalz ist seit 15 Jahren zum ersten Mal wieder gestiegen, die höhere Geburtenrate macht sich jetzt bemerkbar. In Regensburg und im Landkreis werden 190 mehr Schüler eingeschult, jetzt ist auch besondere Vorsicht bei allen Verkehrsteilnehmern geboten. Am Dienstag beginnt für alle ostbayerischen Schüler wieder der Ernst des Lebens und viele werden nicht nur zu Fuß oder mit den Eltern im Auto zur Schule kommen, sondern auch mit dem Radl. Wichtig dabei ist, dass Eltern und Kinder über Verkehrssicherheit sprechen. Regierungspräsident der Oberpfalz Axel Bartelt appelliert: „Passen Sie bitte in den ersten Wochen nach Schulanfang besonders auf. Viele Schülerinnen und Schüler sind noch nicht mit allen Gefahren des Straßenverkehrs vertraut und queren möglicherweise plötzlich die Straße. Umsichtiges Fahren und ein paar Stundenkilometer weniger helfen oft Unfälle zu vermeiden.“
Was muss mein Kind auf dem Schulweg beachten
Hans Wenzel von der Polizeiinspektion Regensburg Nord erklärt uns, was alles zu beachten ist. Bei der Ausrüstung und Bekleidung ist besonders in der Früh darauf zu achten, wenn es noch kälter ist, dass Mützen mit Signalfarben getragen werden, ideal wäre helle Oberbekleidung (reflektierend) und auch Schuhe mit Reflexionsstreifen können die Sicherheit der Kleinen im Verkehr erhöhen. Viele Schultaschen haben von Haus aus Reflektoren, dabei ist beim Kauf natürlich auch zu achten. Wenn das Kind schon mit dem Radl zur Schule fährt, ist es eminent wichtig ein verkehrssicheres Fahrrad zu besitzen, dazu gehören: Mindestens zwei unabhängige Bremsen, eine Lichtanlage (weiß vorne, rot hinten), ein Großflächenrückstrahler (rot), zwei orange Speichenreflektoren pro Reifen, eine Klingel und zwei Pedalreflektoren. Besonders wichtig ist auch zu wissen, was Kinder im Straßenverkehr nicht einschätzen können, was für Erwachsene logisch ist. Zum Beispiel ist die Reaktionszeit bei unter Zehnjährigen extrem verlängert, erst ab 15 Jahren kann man von einer Reaktionszeit eines Erwachsenen ausgehen. Auch das Blickfeld eines Kindes ist eingeschränkt, so wie die Geschwindigkeitswahrnehmung. Oft wird auch die Sturzgefahr bei Kindern durch den höher liegenden Körperschwerpunkt unterschätzt, deswegen ist ein Helm zwar nicht Pflicht, aber ein unbedingtes Muss, damit alle sicher zur Schule und wieder Heim kommen.
Mehr dazu sehen sie heute Abend ab 18 Uhr im TVA Journal.
GW