Mi, 27.09.2023 , 15:13 Uhr

Jede Spende hilft

Regensburg: Haustürsammlung der Caritas läuft

Unter dem Motto „Wenn jeder gibt, was er zuviel hat“ läuft seit Montag die Haustürsammlung der Caritas-Herbst-Kollekte.

„Die Caritas-Sammlung ist sehr wichtig für die Allgemeine Sozialberatung, da dieses Beratungsangebot fast nur aus Eigenmitteln der Caritas finanziert wird – dazu gehören auch die Spenden der Sammlung“, sagt Ilona Fink, Mitarbeiterin dieses Dienstes im Caritas Beratungszentrum St. Gabriel. Am Sonntag war Kirchensammlung, seit Montag sind wieder die Sammlerinnen und Sammler eine Woche lang von Haustüre zu Haustüre unterwegs. Eine wichtige Frage: Was passiert mit den gesammelten Geldern?

Knapp 1.000 Menschen wendeten sich 2022 an die Allgemeine Sozialberatung der Caritas allein in Regensburg. An 1.800 Kinder, Frauen und Männer konnten in den beiden Caritas-Läden Kleidung, Schuhe und Bettwäsche abgegeben werden. Die Fürstlichen Notstandsküche – ebenfalls ein von der Caritas-Sozialberatung bereits seit 50 Jahren mitgetragenes Projekt – versorgt jeden Tag fast 200 Klientinnen und Klienten mit einer vollwertigen Mahlzeit. Auch die dezentralen Stellen der Allgemeinen Sozialberatung (ASB) bei allen Kreis-Caritasverbänden der Diözese Regensburg leisten mit den Mitteln aus der Frühjahrs- und der Herbstsammlung dort Unterstützung, wo Not stattfindet.

„Hauptsächliches Thema bei unseren Klienten ist die Existenzsicherung“,

erklärt Ilona Fink gemeinsam mit ihrer Kollegin Rebecca Moser, die das Projekt Energie- und Nothilfe leitet. Die Beratung ist kostenlos, auf Wunsch anonym und unabhängig von Religion, Alter, Herkunft und Geschlecht. Derzeit arbeiten in der ASB Regensburg eine Vollzeit- sowie zwei Teilzeit-Sozialpädagoginnen.

„Die Klienten kommen in sämtlichen Not- und Lebenslagen zu uns“,

ergänzt Brigitte Weißmann, Leiterin des zuständigen Referats im Beratungszentrum. Finanzielle Probleme, Schulden, Familienkonflikte, Trennung, Gewalt in der Partnerschaft, Probleme im Umgang mit den Behörden, aber auch Vereinsamung zählen zu den Gründen für die Kontaktaufnahme.

Die zunehmend hohen Energiekosten und die steigenden Lebenshaltungskosten sowie hohe Mieten vor allem im Stadtbereich sind zentrale Themen der täglichen Arbeit. Hierfür wurde beispielsweise der Caritas-Energiefonds ins Leben gerufen. Seit drei Jahren führt die Caritas das Projekt „Familienpatenschaften“ weiter. Hier gilt es, Familien über einen begrenzten Zeitraum Unterstützung durch freiwillig engagierte Familienpaten und Familienpatinnen anbieten zu können. Geholfen wird nicht nur mit Geld – die Beraterinnen und Berater haben auch die Möglichkeit pro Einzelfall bis zu 50 Euro als einmalige Beihilfe auszubezahlen oder Einkaufsgutscheine auszugeben, deren Menge sich an der Personenzahl des jeweiligen Haushaltes richtet.

„Die Dankbarkeit ist in vielen Facetten zu spüren“,

berichtet Ilona Fink aus dem Tagesgeschehen.

„Manchmal ist es ein Lächeln, ein fester Händedruck oder auch einmal ein Kuchen als Mitbringsel. Immer wieder gehen bei uns Briefe, Postkarten oder Danksagungen ein.“

Das Prinzip der beiden Caritas-Sammlungen pro Jahr ist einfach: 50 Prozent der gesammelten Gelder bleiben vor Ort und fließen in die caritative Arbeit der Pfarrgemeinden, 50 Prozent gehen an den Diözesanen Caritasverband. Die Herbstsammlung läuft noch bis 30. September.

 

H.C. Wagner

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