Regensburger Studenten demonstrieren gemeinsam für bessere Bildungsbedingungen
Knapp 1500 Stundeten der Universität und der Hochschule Regensburg haben am Mittwochnachmittag die besetzten Hörsäle verlassen und sich verbündet. Auf einer Demo vom Domplatz zur Uni machten sie sich gemeinsam Luft im Bildungsstreik.
Die Proteste der Studenten in Regensburg ziehen immer weitere Kreise. Bereits seit einer Woche halten Studenten den Hörsaal 2 an der Uni besetzt. Und nun schwappte der Bildungsprotest auch an die Hochschule Regensburg über. Gemeinsam zogen die verbündeten Lager heute durch Regensburg. Die Demo, an der rund 1500 Studenten teilgenommen haben, startete am Domplatz endete an der Uni, wo eine abschließende Kundgebung stattfand.
Nachdem die Studenten der Hochschule in der vergangenen Woche noch die Studenten an der Uni unterstützt hatten, beschlossen sie in ihrer gestrigen Vollversammlung die sofortige Besetzung des Hörsaals S 051 . Zudem einigten sie sich darauf, ihre Forderungen in verschiedenen Arbeitsgruppen zu erarbeiten.
FH-Studenten besetzen Hörsaal
Das fordern die Studenten der Hochschule Regensburg:
Zum Thema Studiengebühren hat die Vollversammlung der Hochschule Regensburg konkrete Forderungen gestellt: So sollen unverzüglich die Studiengebühren abgeschafft werden. Bis zur Abschaffung und Gegenfinanzierung der Studienbeiträge vom Freistaat Bayern fordern die Studenten eine maximale Senkung der Gebühren. Zudem müsse transparent werden, was mit dem Geld passiert. Hier sei die Hochschule in der Bringschuld.
Ein weiterer Punkt ist die Bachelor-Entzerrung : Vor allem soll die Regelstudienzeit in Bachelor-Studiengängen um drei Semester erhöht werden um. Auch sollen Prüfungen am Ende der Semesterferien wiederholt werden können und eine Freischussregelung eingeführt werden – also die Möglichkeit, Prüfungen mit einem schlechteren Ergebnis (unabhängig von der Note) ein wiederholtes Mal abzulegen. Die bessere Note sollte dann in den Notenspiegel eingehen.
Was speziell Studenten der Hochschule Regensburg betrifft ist die Raumproblematik : Konkret fordern die Studenten den Bau eines Gebäudes für die Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur. Zudem sollen die Planungsmittel für den Neubau des Gebäudes der Fakultät Informatik/Mathematik vom Freistaat freigegeben werden.