Als erste bayerische Organisation ist der Landesbund für Vogelschutz (LBV) jetzt der Countdown-2010-Initiative der Weltnaturschutzorganisation IUCN beigetreten. Ziel ist es, den Rückgang der Artenvielfalt in Bayern zu stoppen.
Denkt man an Artenvielfalt, dann kommt einem das Great Barrier Reef oder der tropische Regenwald in den Sinn. Dass es aber auch vor unserer Haustür, in den bayerischen Wäldern, bedrohte und einzigartige Tier- und Pflanzenarten gibt, daran denken nur die wenigsten.
Dies den Menschen in Bayern ins Gedächtnis zu rufen, hat sich der LBV zur Aufgabe gemacht. Immerhin hat sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtet, weltweit bis 2010 gegen das Artensterben vorzugehen. Und dazu soll auch Bayern seinen Beitrag leisten.
Dieses Jahr im Mai findet in Bonn die 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) statt. Parallel zu dieser Veranstaltung will der LBV die bayerische Staatsregierung auf notwendige Schritte aufmerksam machen. Dazu gehört zum Beispiel ein erweiterter Schutz bedrohter Arten, wie Uhu, Luchs, Weißstorch, Steinadler, Hamster und Fledermaus, aber auch einiger einheimischer Pflanzenarten.
Aber anstatt einfach nur andere auf ihre Versäumnisse aufmerksam zu machen ergreift der LBV auch selbst die Initiative: Er besitzt beispielsweise 1.500 ha eigene Schutzgebiete und betreibt einen eigenen Kindergarten und neun Stationen mit denen die Umweltbildung für alle Alterstufen gefördert werden soll.